meine Vorherrschaft bei Google

Google

Vor etwa zwei bis drei Jahren war es noch so, dass ich Google dominierte. Gut, das ist etwas übertrieben – ich geb’s ja zu. Ich meine damit: Suchte jemand bei Google nach meinem Vor- und Familiennamen, so gab es auf den ersten vier bis fünf Ergebnisseiten nur mich. Und sonst nichts.

Mein damaliger privater Blog, den es nicht mehr gibt, stand auf Platz 1 – gefolgt von unzähligen anderen Links, die irgendwie mit mir in Verbindung standen: Links zu anderen Webseiten von mir, zu Profilen bzw. Seiten in Sozialen Netzwerken (Facebook, Google+, Twitter) und so weiter.

Ein in Berlin ansässiger Rechtsanwalt, der ungeschickterweise genau so heißt wie ich (nur dass sich sein Vorname mit „-ei-“ schreibt – was für Google allerdings in den Suchergebnissen keinen Unterschied macht…), hatte gegen diese Vorherrschaft keine Chance. Er tat mir richtig Leid.

Dann kam eine Phase, in der ich die Nase voll hatte – es ging mir ganz gewaltig auf den Sack, dass Hinz und Kunz mich überall im Netz finden konnten. Also änderte ich meine Strategie: das meiste von dem, auf das ich selbst Zugriff hatte, entfernte ich aus den Suchergebnissen.

Herr RA Reiner Hornberger, der bereits erwähnte Rechtsanwalt aus Berlin, freute sich bestimmt sehr darüber. Ich stellte nämlich fest, dass er nun immer weiter nach vorne kam. Irgendwann entdeckte ich seine Webseite sogar auf der ersten Seite von Google. Doch das war mir egal.

Und wie sieht es heute aus, wenn man bei Google nach meinem Namen sucht, also nach «Rainer Hornberger»? Sucht man (z.B. im Firefox) in einem privaten Fenster bei Google nach mir, so haben acht von zehn Ergebnissen auf der erste Seite direkt oder indirekt mit mir zu tun:

Rainer Hornberger Google

Heute, mit zwei oder drei Jahren Abstand und einer neuen Einstellung zu diesem Thema, stört mich das nicht mehr. Im Gegenteil. So ist z.B. mein neuer privater Blog – also dieser hier, in dem Sie gerade lesen – inzwischen auf Platz 4 vorgerückt. Das schmeichelt meinem Narzissmus.

Viel getan habe ich dafür nicht. Oder anders gesagt: Ich habe keinerlei Maßnahmen ergriffen, um meinem Blog nach vorne zu pushen. Besonders SEO-optimiert ist er übrigens auch nicht, wie man als Insider ja bestimmt unschwer erkennen kann. Backlinks? Nein, ich habe keine gesetzt.

Neun mehr oder weniger kurze Blog-Beiträge seit dem Start vor ziemlich genau fünf Monaten sind auch nicht gerade viel. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich in weiteren fünf Monaten (vermutlich sogar schon früher…) wieder an Position 1 der Suchergebnisse stehen werde, ist also groß.

Weitere effektive Maßnahmen, die mittel- bis langfristig mit Sicherheit dazu führen werden, dass mir in nicht allzu ferner Zukunft zumindest die erste Google-Suchergebnisseite wieder komplett gehört, sind in Arbeit. Eins sollte klar sein: einer muss da wieder weg! Gell, Herr Brückner?

Über Rainer Hornberger 24 Artikel

Geboren in München (1966). Blogger mit Herz und Hirn. Frankreichfan – und Vater von drei Kindern. Rechtschreib-Nazi aus Überzeugung und mit Leidenschaft. Das beschreibt mich gut.

2 Kommentare zu meine Vorherrschaft bei Google

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