In love with my Bangkok-Girl

Bangkok-Girl

Heute gibt es mal wieder einen eher privaten Blog-Beitrag. Ich denke, jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür gekommen, etwas mehr über das zu erzählen, was sich in den letzten Monaten in meinem Privatleben so an Überraschendem ergeben hat.

Aber der Reihe nach – eins nach dem anderen…

Mein bester Freund und ich tragen uns ja schon seit langer Zeit mit dem Gedanken, Deutschland zu verlassen und auszuwandern. Er seinerseits war in den Jahren zuvor schon des öfteren in Thailand gewesen, jedes Mal über einen langen Zeitraum.

Ich hörte recht viele Geschichten von diesen Aufenthalten, die ihm sehr gut gefallen hatten. Ja, er schwärmte geradezu von Land, Leuten und Kultur. Und natürlich auch von den Mädels dort. Was lag da näher, als Thailand als Ziel ins Auge zu fassen?

[Hinweis: Alle folgenden Bilder lassen sich vergrößern – einfach drauf klicken!]


Jelly 4

Seine damalige Thai-Freundin hatte er vor Ort über ein Online-Portal kennen gelernt. Da ich mir gerne eine eigene Meinung bilde, habe ich mich im Sommer letzten Jahres auf derselben Plattform angemeldet. Kostenlos. Nämlich hier: Date in Asia

Es kam, was kommen musste – und worauf ich natürlich vorbereitet war: in den ersten paar Tagen wurde ich dort mit Nachrichten von so genannten «Romance Scammern» echt nur so zugeschüttet. Boah! Dabei hatte ich mein Profil kaum ausgefüllt.

Junge Mädels (zwischen 18 und 25 Jahren), die mich in Scharen anschrieben, und zwar noch dazu ziemlich dämlich-plump. Für sie alle war ich schon in der jeweils ersten Nachricht der «Honey» und natürlich auch «so handsome and good looking».


Fuck! Sowas ist nämlich überhaupt nicht mein Fall. Aber mein Freund hatte mich ja vorgewarnt. Und ich selbst bin ja auch keine 15 mehr oder auf der Brennsupp’n dahergeschwommen. Ich war also drauf und dran, mich dort wieder abzumelden.

Und dann sah ich ihr Profil. Ich wäre ja fast vom Stuhl gefallen! Nein, nicht vor Schreck, sondern vor Begeisterung. Das war nur mein erster – also der rein optische! – Eindruck. Eher skeptisch dachte ich so bei mir: «Die kann ja wohl nicht echt sein!»

Natürlich hatte sie mich nicht angeschrieben. Klar. Also sandte ich ihr ein paar Zeilen auf Englisch. Sie las es, reagierte aber nicht. «Scheiße!», dachte ich mir – und machte etwas, das ich sonst nie mache: Ja, ich schickte ihr eine zweite Nachricht.

Jelly 1

Das war am 4. August letzten Jahres. Ich glaube, ich brauche nicht zu erwähnen, dass sie auf mein einmaliges Nachfassen geantwortet hat. Es gibt ja schon drei Beiträge hier in meinem Blog, in denen ich andeutungsweise etwas darüber erzähle:

An diesem ersten Tag, dem 4. August, haben wir uns lange per WhatsApp ausgetauscht. Schon am nächsten Tag waren wir live auf Skype. Ich fand sie von Anfang an extrem sympathisch. Ihr Lächeln und Lachen gehen einem ganz direkt ins Herz.

Seitdem skypen wir jeden Tag. Jeden. Stundenlang – wenn sie nach ihrem langen Arbeitstag zu Hause ist. Oft telefonieren wir sogar über WhatsApp, nachdem sie das Büro verlassen hat und mit dem Auto noch auf ihrem Weg nach Hause ist.

Jelly 2

Natürlich weiß sie, dass ich beabsichtige, diesen Blog-Beitrag zu schreiben. Natürlich habe ich sie vorher gefragt, was konkret ich von ihr preisgeben und welche ihrer Bilder oder Videos ich denn hier veröffentlichen darf. Daran halte ich mich auch.

Jetzt also ein paar Infos über mein Bangkok-Girl:

Ihr echter Name tut nichts zur Sache. Für europäische Zungen ist er eh kaum auszusprechen. Daher nenne ich sie «Jelly» – unter diesem Namen habe ich sie damals bei «Date in Asia» auch kennen gelernt. Und das behalten wir jetzt mal so bei.

Sie ist 36 Jahre alt, seit ein paar Jahren geschieden und hat einen 11-jährigen Sohn. Ursprünglich stammt sie aus dem Isan, lebt aber jobbedingt seit einigen Jahren in Bangkok. Sie hat studiert und hat einen ziemlich guten verantwortungsvollen Job in einem großen US-Amerikanischen Logistik-Unternehmen, das weltweit tätig ist. Sie führt als sog. «Assistant Manager» ein Team von acht Mitarbeitern und ist die rechte Hand des Chefs, den sie hin und wieder zu Meetings ins Ausland begleitet – zuletzt waren sie ein paar Tage in Singapur.


Ihr Englisch ist ausgesprochen gut – in Thailand eher eine Ausnahme, wie ich inzwischen erfahren habe. Insofern haben wir so gut wie keine Kommunikationsprobleme. Fehlt doch einmal ein Wort, so hilft uns Google (auch die Bildersuche) schnell weiter. Das ist meistens sehr witzig. Erkläre mal einem, was genau ein «Schweinebraten mit Knödel und Sauerkraut» ist! Da hilft es dann wirklich nur noch, entsprechende Bilder online zu zeigen.

Jelly ist eine kluge, gebildete Frau. Ich bin immer ganz beeindruckt, wenn sie wieder ein deutsches Wort gelernt hat. Oder einen ganzen Satz. Kein Witz, aber das klingt sogar richtig deutsch. Fast ohne Akzent. Ja, tausendmal besser als Narumol!

Umgekehrt habe auch ich schon viel gelernt. Nicht nur in der bzw. über die thailändische Sprache. Ich bin zwar sehr sprachaffin, aber ich muss zugeben, dass ich hier an meine Grenze(n) komme. Beispiel gefällig? Hier mal ein kleines Video:

Dieses Thailändisch scheint eine für Europäer kaum zu erlernende Sprache zu sein. Jelly und ich beömmeln uns oft minutenlang, wenn wir versuchen, gewisse Sätze in der jeweils fremden Sprache nachzusprechen. Das macht so richtig Spaß!

Insgesamt haben wir übrigens immer extrem viel Spaß zusammen. Und da wir ja beide einen guten Lehrer haben, bekommen wir das mit den Sprachen bestimmt schon irgendwie hin. Und wenn nicht, na, dann gibt’s ja immer noch das Englische. Quasi als kleinster gemeinsamer sprachlicher Nenner. Eine Lösung finden wir da eigentlich immer.

Mehrmals hat sie mich schon zum Einkaufen mitgenommen. Virtuell, per Video-Call mit WhatsApp. Vom Verlassen ihrer Wohnung, über Flur, Aufzug, Eingangsbereich des Appartment-Komplexes, den Fußweg bis ganz hinein in den Supermarkt.


So konnte ich die Umgebung sehen, in der sie wohnt. Andere Leute im Supermarkt. Die Produkte, die in den Regalen standen – und solche, die sie an diesem Tag eingekauft hat. Da gab’s so einiges, was man auch bei EDEKA, REWE oder LIDL findet.

Nun ein paar Worte zum Zeitunterschied: Bangkok und Deutschland trennen zurzeit fünf Stunden. Ist es hier 12 Uhr Mittag, so ist es in Bangkok schon 17 Uhr. Während der Sommerzeit sind es sogar sechs Stunden. Ich finde das ziemlich perfekt.

Steht Jelly morgens auf, gehe ich gerade ins Bett. Stehe ich so gegen 7 Uhr auf, macht sie gerade Mittagspause im Büro. Sehr oft ist ihre Nacht schon um 5 Uhr zuende. Oder um 6 Uhr. Später eher selten. Na ja, höchstens mal an einem Sonntag.




Denn jeden zweiten Samstag muss sie ins Büro. Sie ist ohnehin sehr, sehr, sehr fleißig. Fast jeden Abend sitzt sie zuhause noch am Laptop und kümmert sich für die Firma um dringende Fälle. Kein deutscher Arbeitnehmer würde das machen! Dafür bewundere ich sie natürlich. Dafür hat sie auch meinen allergrößten Respekt. Echt unglaublich!

Seit Wochen verbringen wir auch die Nächte miteinander. Virtuell, versteht sich. Was das bedeutet? Skype bleibt bei uns die ganze Nacht an! Ich sehe fern, während sie auf meinem Monitor im Bett vor sich hinschlummert. So ist sie nicht ganz so allein. Übrigens war das nicht meine Idee. Ihr Sohn ist unter der Woche meistens bei den Großeltern.

Von ihrer ganzen Art her ist Jelly ein wunderbarer Mensch: rücksichts- und verständnisvoll, frech, mit einem tollen Humor ausgestattet, der sich mit meinem gut verträgt. Im Umgang mit ihrem Sohn liebevoll, aber auch streng. Ja, ich mag sie einfach.

 

Sie hat Stil und gefällt mir auch von ihrem Aussehen her. Irgendwie habe ich ja seit jeher ein Faible für den asiatischen Typ Frau. Aber das ist ja Geschmackssache. Ich jedenfalls finde sie mega-sexy. In meinen Augen ist diese Frau ein absoluter Kracher.

Natürlich ist mir klar, dass einige Leutchen beim Lesen dieses Beitrages verständnislos den Kopf schütteln werden oder sich sogar geneigt fühlen mögen, warnend den Finger zu heben. Aber offen gesagt: mir ist das soas von egal. Es ist mein Leben. Ich bin keine 15 mehr und weiß durchaus, was ich mache. Daher, ihr Bedenkenträger: «Fickt euch!»

Ich werde bei Gelegenheit sicher wieder berichten.

Über Rainer Hornberger 24 Artikel
Geboren in München (1966). Blogger mit Herz und Hirn. Frankreichfan - und Vater von drei Kindern. Rechtschreib-Nazi aus Überzeugung und mit Leidenschaft. Das beschreibt mich gut.

3 Kommentare zu In love with my Bangkok-Girl

  1. I should thank myself that I decided to respond to you on „Date In Asia“ that day even if I didn’t like your profile… Lol

    At first, I saw your profile and read your message. I just said to myself: „He looks like a very serious man, he looks old, he is not living in Thailand. Maybe it’s not easy to meet“. I just read and was not interested in your message. No reply anymore… 😛

    BUT when you sent me the second message, I decided to reply to you because I thought it would be polite. „I should reply him with a few words…“ But that day made our day till now.

    Finally, I just want to say: „THANK YOU, MY SWEET FROGGY!“

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